| Schwachsinnige Seiten | Trier 10/2006 |
| Ratgeber Gastronomie | |
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| Sklavenhaltung echte Alternative | |
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Auch für das Hotel- und Gaststättengewerbe interessant: Sklaven sind wieder im Kommen. Angesichts sinkender Umsätze und steigender Kosten besinnen sich traditionsreiche Gewerbe wieder auf althergebrachte Formen des Personalmanagements: Die Sklaverei. Woanders noch verpönt, werden die devoten Helferlein in der Gastronomie derzeit als heißer Tip gehandelt. Wen nimmt es wunder? Dazu sagt Michael Z., der Besizer einer bekannten Gaststätte mitten in der Fußgängerzone von Großestadt: "Wir werden Monat für Monat mit Geldstrafen in Form von Steuern und Gebühren belastet. Bestraft wird, dass uns Gäste besuchen und Umsatz bringen, bestraft wird, dass wir Personal haben, dem wir Löhne auszahlen, bestraft wird, dass wir Musik abspielen - wir sind straffällig allein aufgrund unserer Existenz! In Zeiten, wo Behörden wie die KOZ in betrügerischer Absicht Gesetze erfinden, um Blinden Gebühren für das Lesen gedruckter Bücher aus der Tasche zu ziehen, Tauben für das Hören von Radiosendungen - Sie verstehen, was ich meine, deutlicher kann ich nicht werden - in solchen Zeiten muß ein Gastwirt Maßnahmen ergreifen, um sein Überleben zu sichern." Z. zeigt den Kollegen, wo’s langgeht, seit März 2006 hält er sich sieben Sklaven: "Für diese sieben zahle ich weder Lohn noch Steuern. Sie reduzieren den |
Müll durch Resteverwertung, sie sind 24 Stunden am Tag verfügbar, sie sind gehorsam und tauschen nicht ständig ihre Schichten." schwärmt der patente Kneipier. "Keine Gewerkschaft schert sich um sie. Sie tun, was ich ihnen sage und melden sich niemals krank. Regelmäßige Auspeitschungen ersticken Aufmüpfigkeit im Keim. Für das übrige Personal sind die Knuten ein beliebtes Mittel, den in unserem Metier enormen Streß und Frust abzureagieren." Gastwirt Z.s Erfolg zeigt, wie genau er mit dem neuen Konzept den Trend getroffen hat. Seine Gäste sind entzückt, die Steuerlast ist geschrumpft und vor Bewerbungen von hervorragend qualifiziertem Personal kann sich Michael Z. kaum retten. Neben dem neu geschaf fenen Etat für Ketten, stählerne Hals ringe, Schüttstroh und Knuten ist die Beschaffung von Nachschub sein einziges Problem. "In der City von Großestadt gibt es mittlerweile eine
slaves-to-go-Agentur, aber sie ist chronisch ausverkauft." klagt er,
"Zeitgenössische Sklavenhalter müssen erst wieder lernen,
dass pfleglich behandelte Ware länger hält." emr |