Der Leo-Aspekt. Altgruftipunks Textereien.

Schwachsinnige Seiten Trier 10/2006
Ratgeber Gastronomie
Sklavenhaltung echte Alternative

Müll durch Resteverwertung, sie sind 24 Stunden am Tag verfügbar, sie sind ge­horsam und tauschen nicht ständig ihre Schichten." schwärmt der patente Knei­pier. "Keine Gewerkschaft schert sich um sie. Sie tun, was ich ihnen sage und melden sich niemals krank. Regelmäßige Auspeitschungen ersticken Aufmüpfig­keit im Keim. Für das übrige Personal sind die Knuten ein beliebtes Mittel, den in unserem Metier enormen Streß und Frust abzureagieren."

Gastwirt Z.s Erfolg zeigt, wie genau er mit dem neuen Konzept den Trend ge­troffen hat. Seine Gäste sind entzückt, die Steuerlast ist geschrumpft und vor Bewerbungen von hervorragend quali­fiziertem Personal kann sich Michael Z. kaum retten. Neben dem neu geschaf­ fenen Etat für Ketten, stählerne Hals­ ringe, Schüttstroh und Knuten ist die Beschaffung von Nachschub sein ein­ziges Problem.

"In der City von Großestadt gibt es mitt­lerweile eine slaves-to-go-Agentur, aber sie ist chronisch ausverkauft." klagt er, "Zeitgenössische Sklavenhalter müssen erst wieder lernen, dass pfleg­lich behan­delte Ware länger hält."
Nichtsdestotrotz würde Michael Z. aus Großestadt jederzeit wieder auf Sklave­rei umstellen. Nach der Herkunft der Sklaven fragt er nicht: "Die Agentur bürgt für eingehaltene Fangquoten und Qualität aus deutschen Landen. Das genügt mir." Was will ein Gastwirt mehr?

emr