… und andere, weniger temperaturintensive Begebenheiten
WM ist noch zugange, Küchenchef hat frei, wegen der Hitze ist wenig los. Totenstille, alle Köche und Lehrlinge sind verschwunden. Aber niemand hat sich zum Rauchen oder für sonstwas abgemeldet. Merkwürdig. Schließlich muss ich ein paar Gegenstände in einen fensterlosen Nebenraum bringen, dort sind alle bei geschätzt 45 Grad versammelt. Sie bemerken mich gar nicht. Sie haben einen Fußball.
Altgruftipunk (hat Feierabend): “Ich werf’ das Handtuch.”
Ablösung: “Ist ja genug Platz hier. Wirf’s ruhig hin wo du willst.”
Servicekraft kommt mit Stapel abgeräumter Teller angesprintet, sortiert Besteck, Geschirr und Essensreste rasend schnell auseinander, schnappt sich die dreckigen Teller und rennt damit zurück in Richtung Gastraum. Vollbremsung in der Küchentür, Kehrtwende. „Was tu ich denn da? Diese Hitze macht mich ganz dabbisch!“
Chef drückt sich in der Küche herum, wie immer im Anzug. Es sind mindestens 40 Grad.
Altgruftipunk: “Ab welcher Temperatur legen Sie eigentlich die Anzugjacke ab?”
Chef: “Niemals. Ich lasse mich von so einem bisschen Wetter nicht unterkriegen.” (Enthusiastisch) “Das ist allein eine Sache zwischen mir und … Gott!”
Mein neuer Kollege spült, ich küchenhelfe. Wir sind nur zu zweit, alle Köche haben Pause.
Altgruftipunk: “Machst Du bitte gleich die Toiletten fertig? Ich muss in der Küche bleiben, falls Essen bestellt werden.”
Kollege (quietscht vollkommen entsetzt): “Ich?!”