Kampf der Kommentatoren II

(Fortsetzung der Überlegungen einer Unwissenden) Das Vorhergehende war, wie auch Kommentare so oft, ein wenig off topic, es sollte nur zeigen, wie es um meine Politikfähigkeit bestellt ist. Nennen wir sie praxisorientiert. Leider hat mich nun die DKP-Diskussion auf 16vor.de verunsichert. Die gefühlt urplötzlichen und aggressiven Aktivitäten der NPD sind etwas, das selbst mich dazu bringt, mich mal auf einer Demo zu zeigen. Ich gehe davon aus, dass die NPD nicht in den Stadtrat einziehen wird, womöglich ist das auch eine törichte Hoffnung. Doch auch wenn sich meine Annahme als zutreffend erweist, sehe ich folgendes Problem: Nachdem die NPD nicht genügend Stimmen erhalten hat, lösen sich diese Leute nicht in Luft auf. Gescheiterte Nazis werden auch in Trier nicht recycelt, die randalieren weiter. Allerdings sind auch die Andersdenkenden nach der Wahl noch da. Die neuen Nazis und ihre Mitläufer sollen endlich mit eigenen Augen sehen, wie unglaublich viele Menschen in Trier rechtsradikale Umtriebe nicht gutheißen! Zum Picknick gehe ich vermutlich nicht, deswegen hatte ich fast schon ein schlechtes Gewissen. Und nun schreiben einige von all den Leuten, die wesentlich mehr von Politik verstehen als ich, man könne weder da noch da hingehen, weil die DKP1 auch mitmacht. Und weil der olle Verein naturgemäß gegen rechts ist, soll die ganze Demo nichts mehr taugen?

Was nun? Einzelne Grüppchen überall in der Stadt erscheinen mir nicht sinnvoll. Vielleicht bin ich bloß zu unwissend, um die DKP als zu schlimm zu empfinden? Ich nutze das Internet, verdutzt entdecke ich auf der DKP-Homepage den Link zur Seite DKP queer2. Tatsächlich ist man dort “ohne jede Einschränkung für die Beseitigung aller Diskriminierungen von Minderheiten”, übrigens garniert mit einer Menge grauslichem Gelaber und einem nicht zitierfähigen Flyer. Ich fürchte, ich nehme die DKP nicht so ganz ernst. Hoffentlich werde ich das nicht dereinst bereuen, wenn ich in der LPG “Paulinenglück” mit den Genossinnen beim Möhrenschälen übers F***en rede - oh, jetzt habe ich doch den Flyer zitiert.
Zurück zum Thema, nach dem Vorbild der 16vor-Kommentatoren nehme ich ein Gedankenspiel zu Hilfe: Ich bin eine Bäuerin und mit meinem Trecker in ein Schlammloch geraten. Eine Menge Leute kommen helfen, um das Gefährt wieder freizubekommen. Ein paar davon sind unangenehme Typen, aber wenn die auch mithelfen, geht’s besser. So sind sie immerhin dazu gut, die Karre aus dem Dreck zu ziehen.



1 Vor ein paar Tagen habe ich ein DKP-Plakat gesehen, den Text wie üblich nicht entziffern können und mich fast gewundert, dass die Partei überhaupt noch aktiv ist. Vielleicht, meinte ich im Scherz, ist das bloß eine neue, ungeschickt benannte Fete, weil die jungen Leute nicht mehr wissen, wofür das alte Akronym steht. Eine Dragon-Kill-Points - Party oder so. Schließlich versteckt sich auch hinter dem BDM nicht mehr der Bund Deutscher Mädel, dessen erklärtes Ziel es war, aus Mädchen ideale Gebärmaschinen für das staatliche Arierzuchtprogramm zu machen. Heute steht die Abkürzung für die Milchviehhalter, die derzeit um ihre Existenz kämpfen.
Nachtrag: Herr Kernbach weiß eine weitere zeitgemäße Deutung des Kürzels.
2 Wie kommen eigentlich die Queers von der Gegenseite, die homosexuellen Nazis mit sich klar? :denken:

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Eine Reaktion zu “Kampf der Kommentatoren II”

  1. Altgruftipunk » Blog Archiv » Schweinkram in der Statistik

    […] formulierten Suchanfrage mal selbst probiert, als sexter Treffer, horx horx, erscheint der schuldige Beitrag in meinem Blog. Blöde […]

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